20 Jahre Logooptimalekonzepte bl w


NewsletterSommer2015
  Newsletter für Patienten, Ärzte, Therapeuten
Sommer 2015

 

 

 

Zur Behandlung einiger Gefäßerkrankungen werden von Fachärzten oft Kompressionsstrümpfe und/oder Kompressionstherapie-Geräte verordnet. Bei diesen Medizinprodukten handelt es sich um so genannte Hilfsmittel, die der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen unterliegen. Dazu hier wieder einige Informationen:

Unterschiede bei den zahlreichen Kompressionstherapie-Systemen

Leider gibt es nicht nur Therapiegeräte von darauf spezialisierten Firmen; immer wieder drängen auch angeblich preisgünstigere Produkte von anderen Anbietern auf den Markt, die aber oft nicht den Anforderungen der Ärzte und Krankenversicherungen entsprechen und/oder für die Therapie nicht geeignet sind. Hier noch einmal die wichtigsten Merkmale, die ein Kompressionstherapie-System haben muss:

Für die Behandlung lymphatischer Krankheitsbilder sind pro Körperseite 12 überlappende Luftkammern in den Arm-, Bein-, Jacken- und Hosenmanschetten unerlässlich. Ohne Überlappung der Luftkammern gäbe es unkomprimierte Zwischenräume, die eine durchgehende Entstauung verhindern würden. Außerdem sollten die Manschetten auch längs überlappen und größenverstellbar sein. Letzteres ist wichtig, um sie den abnehmenden Umfangsmaßen anpassen zu können.

Nur bei rein venösen Krankheitsbildern können auch 4- oder 6-Kammergeräte verwendet werden, die ohne 50%ige Überlappung der Luftkammern arbeiten.Die Geräte müssen leistungsstarke Kompressoren besitzen, um einen nicht zu langen Druckzyklus gewährleisten zu können (ideal sind etwa 30 bis 60 Sek.). Die Geräte müssen sequentiell arbeiten, was bedeutet, dass die Luftkammern nacheinander von distal nach proximal befüllt werden. Jede Luftkammer muss also mit einem eigenen Zuführschlauch versehen sein, der vom Gerät mit dem eingestellten Druck versorgt wird.
Geräte und Manschetten müssen von allen Anwendern leicht verständlich und problemlos zu bedienen sein, den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und von vom Hersteller ausgebildeten Beratern ausgewählt und erklärt werden.

Präqualifizierte Leistungserbringer

Die Kassen verlangen eine so genannte Präqualifizierung, damit ein Leistungserbringer (Fachhandel) ein Hilfsmittel anbieten darf. Für diese Präqualifizierung ist es aber z. B. wichtiger, die Steuern pünktlich bezahlt zu haben und eine Kundentoilette zu besitzen als nachzuweisen, dass das angebotene Hilfsmittel auch im Detail bekannt ist. Patienten dürfen verlangen, von speziell geschulten Leistungserbringern mit genau dem der Verordnung entsprechenden Gerätesystem versorgt zu werden.

Copyright ©2013-2018 Villa Sana GmbH & Co. medizinische Produkte KG